April 7, 2026
Trani und Travertini – Nur bei Orlandini

„Trani und Travertini – Nur bei Orlandini" – viele der „alten Hasen" aus der Branche kennen unseren alten Slogan noch, der mittlerweile älter ist als so mancher Mitarbeiter bei uns. Während Trani mittlerweile ein Schattendasein fristet, spielt Travertin mittlerweile wieder an der Spitze der Trendmaterialien mit, vor allem in großen Metropolen.
Egal wie groß oder klein Ihr Travertin-Projekt ist, wir stehen Ihnen mit jahrzehntelanger Erfahrung mit diesem Material zur Seite, ob es um einige Rohplatten geht oder um hunderte Quadratmeter Fertigarbeit.
Die Welt des Travertins: Nicht alles ist gleich
Travertin ist nicht gleich Travertin – allein aus der klassischen Abbauregion rund um Tivoli bei Rom kennen wir Dutzende von Varietäten. Die bekanntesten, die auch wir regelmäßig im Programm führen:
Travertino Navona – Der Klassiker schlechthin. Cremeweiß bis beige, feinporiges Gefüge, gleichmäßige Zeichnung. Namensvetter der Piazza Navona in Rom, für die er verbaut wurde. Ideal für helle, zeitlose Interieurs.
Travertino Luisa – Eine der edelsten Varietäten aus Tivoli. Besonders feine, ruhige Maserung in warmem Beige, kaum Farbschwankungen – daher sehr begehrt für anspruchsvolle Wohnprojekte und Hotels aber im Moment leider kaum zu bekommen.
Travertino Scabas – Etwas wärmer und kontrastreicher in der Zeichnung, mit leicht rötlich-braunen Adern. Gibt Räumen eine lebendige, charaktervolle Note.
Travertino Silver / Alabastrino – Kühler Grauton, fast silbrig. Sehr gefragt im modernen, minimalistischen Design.
Travertino Noce – Der dunkle Bruder: Braun- bis Walnusstöne, kräftige Zeichnung. Setzt starke Akzente, besonders als Boden oder Wandverkleidung im Kontrast zu hellen Räumen.
Travertino Romano Classico – Der meistverarbeitete Travertin weltweit. Robuste Struktur, angenehm warmes Beige, breites Einsatzspektrum vom Außenbereich bis zum Bad.
Die meisten Varietäten werden im Großraum Tivoli–Guidonia in der Provinz Rom abgebaut – einem der bedeutendsten Natursteinreviere der Welt, dessen Geschichte bis in die Antike reicht. Das Kolosseum lässt grüßen.

Geheimtipps: Travertin jenseits von Tivoli
Tivoli ist die bekannteste Adresse – aber längst nicht die einzige. Italien hat noch einige weniger bekannte Travertin-Vorkommen zu bieten, die für Kenner und besondere Projekte höchst interessant sind:
Travertino di Rapolano – Aus der Toskana, unweit von Siena. Wärmer und charaktervoller als der klassische Römer Travertin, mit ausgeprägter, manchmal fast malerischer Zeichnung in Ocker- und Terrakottatönen. In der Toskana seit Jahrhunderten als Baumaterial geschätzt und heute ein echter Geheimtipp für alle, die etwas Ungewöhnliches suchen.
Travertino di Ascoli Piceno – Aus den Marken in Mittelitalien. Heller, ruhiger Charakter, ähnlich dem klassischen Römer Travertin, aber mit einer ganz eigenen, leicht kristallinen Oberflächenstruktur. Vergleichsweise selten auf dem Markt – und gerade deshalb für exklusive Projekte interessant.
Travertino Dorato di Guidonia – Ebenfalls aus dem Großraum Rom, aber eine eigenständige Varietät mit einem ungewöhnlich warmen Goldton. Weniger verbreitet als der klassische Navona, aber in der Wirkung besonders edel – gerade bei seitlicher Beleuchtung ein außergewöhnliches Material.
Nicht alle dieser Sorten sind jederzeit kurzfristig verfügbar – sprechen Sie uns an, wenn eines dieser Materialien Ihr Interesse weckt. Wir wissen, wo man suchen muss.
Mehr als nur feingeschliffen: Von sandgestrahlter Oberfläche über ziselierte Kanten können wir in Italien in kürzester Zeit die Oberfläche nach Ihren Vorstellungen anpassen! Auch traditioneller Bodenbelag im römischen Verband mit getrommelten Kanten oder Rohblöcke für Ihre Massivarbeiten können wir Ihnen maßgeschneidert für Ihr Projekt anbieten!

Gespachtelt ist nicht gleich gespachtelt
Beim Thema Spachtelung begegnen uns in der Praxis vor allem zwei Methoden, die unterschiedliche Stärken mitbringen:
Zementgespachtelter Travertin ist die traditionelle Methode und nach wie vor weit verbreitet – und das aus gutem Grund. Zementspachtel ist mineralisch, dampfdiffusionsoffen und harmoniert materialtechnisch hervorragend mit dem Kalkstein. Gerade bei trockenen Innenbereichen und Böden mit Fußbodenheizung schätzen viele Verarbeiter die Robustheit und unkomplizierte Nachbearbeitbarkeit dieser Methode. Kleinere Ausbesserungen lassen sich jederzeit problemlos vornehmen. Ein weiterer Vorteil ist dass sich diese Spachtelung „natürlicher“ anfühlt.
Epoxy gespachtelter Travertin setzt auf Kunstharz auf Epoxid- oder Polyesterbasis. Diese Methode bietet eine sehr gute Haftung und ist wasserabweisend. Ein besonderer Vorteil hierbei ist, dass zum einen entweder eine transparente Spachtelung oder aber eine farbige verwendet werden kann. So kann auch eine Spachtelung im farbigen Kontrast zum Stein gewählt werden. Sie wird häufig gewählt, wenn besonders glatte Oberflächen oder spezifische optische Anforderungen im Vordergrund stehen.
Beide Methoden haben ihren berechtigten Platz – die Wahl hängt vom Einsatzbereich, den Verarbeitungsbedingungen und den ästhetischen Zielen ab. Wir helfen Ihnen gerne, die passende Variante für Ihr Projekt zu finden.
Sie haben Fragen zu Travertin, einer konkreten Sorte oder einem laufenden Projekt? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
Herzliche Grüße, Ihr Team von Orlandini